Skip to main content

avsallar

Türkische Riviera

Es war meine erste Reise in die Türkei und sie kam mir wie ein Kulturschock vor. Alle Klischees, die ich von zu Hause mitgebracht hatte, musste ich schnell revidieren. Speziell an der Küste der türkischen Riviera, ist die Türkei ein Land auf hohem Niveau, Top-Hotels mit ausgezeichnetem, hilfsbereitem und nettem Personal, mehrspurige Strassen, HighTec-Polizeikontrollen mit Notebook, etc. Man könnte auf die Idee kommen, türkische Viertel in westeuropäischen Städten sind „türkischer“ als die Touristenorte an der türkischen Riviera. Aufgefallen ist mir auch eine große Toleranz gegenüber Griechen.

Musik von griechischen Popstars wie Χάρις Αλεξίου (Haris Alexiou), Άλκηστις Πρωτοψάλτη (Alkistis Protopsalti), Γιώργος Νταλάρας (George Dalaras)‚, etc. war nicht selten zu hören, sowohl in abgelegenen Tavernen, in Boutiquen, als auch am Flughafen von Antalya. Auf griechischen Inseln ist mir diese Toleranz gegenüber Türken und diese Kulturvielfalt nie begegnet. Um nicht missverstanden zu werden, ich mag Griechen und Griechenland sehr und bin begeistert von der zeitgenössischen griechischen Kultur. Vielleicht schafft es die Musik, dass sich die beiden Völker doch respektvoll weiter näher kommen. Candan Erçetin mit ihren türkisch-griechischen Texten, oder das Lied Gidiyorum Bu Åžehirden, das Sezen Aksu und Χάρις Αλεξίου (Haris Alexiou) auf Deliveren gemeinsam singen, zeigen, dass es abseits von politischen Interessen auch Wege zueinander gibt.

Als Außenstehender wage ich zu sagen, zwischen Griechen und Türken gibt es vielleicht mehr Gemeinsamkeiten als manche wahrhaben wollen, zB bei den Speisen, man vergleiche Cacık und Τζατζίκι (Tsatsiki), oder beim Tanz Çiftetelli und Τσιφτετέλι (Tsifteteli). Ich hatte den Eindruck, dass die Türken diese Gemeinsamkeiten durchaus nicht zu verstecken zu versuchen.

Aber natürlich, es gibt große Unterschiede zwischen der türkischen und griechischen Kutur, die in ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt von allen respektiert und geschätzt werden sollte.

Bevor ich mich weiter in Richtung Zentralanatolien in das wunderschöne Kappadokien begab, verbrachte ich einige Zeit in Manavgat, Avsallar und Alanya.

 

Previous Dia 1/18 Next

 

 

Aufgefallen ist mir, dass die stark befahrene 4-6 spurige Küstenschnellstraße sehr oft direkt an den Hotels vorbeiführt. Der Straßenlärm, begleitet von einem Musik-Mix verschiedener Discos der Hotels, den man bei Wind kilometerweit hören kann, macht das Schlafen bei offenem Fenster und frischer Meeresluft nachts fast unmöglich, aber das stört viele Touristen kaum. Die Nacht wird durchgetanzt und All-Inklusiv mit leckeren harten Drinks will bis zum (Fast-)Umfallen genossen werden, da stört der Lärm beim Schlafen dann nicht mehr.

 

Ich habe an der türkischen Riviera nur sehr wenige reine Sandstrände entdeckt. Am schönsten fand ich den Strand am Ortsende von Avsallar in Richtung Alanya. Ob sich nun genau dieser Strand nun İncekum nennt oder die ganze Region, konnte ich nicht heraus finden, da ich von Einheimischen unterschiedliche Erklärungen dazu erhielt. Jedenfalls können ein paar hundert Meter einen großen Unterschied für die Strandqualität bedeuten.

 

 

In der Regel trifft man an der türkischen Riviera aber Sandstrände an, die stark mit Steinen durchmischt sind, und unter denen auch mal ein Skorpion sein kann. Manchmal wurde Sand auch aufgeschüttet, sodass man im Wasser dann schnell mit spitzen Steinen, Felsen und Seeigeln Bekanntschaft macht. Mit ein bisschen Vorsicht kann man das Schwimmen im Meer aber durchaus genießen. Im Flair der wohltuenden Umgebung nimmt man das aber gar nicht so sehr als unangenehm wahr. Selten habe ich erlebt, dass man zu Touristen in einem Massentourismusgebiet so nett ist. Vergleichbares erlebte ich in Griechenland eher auf abgelegenen Inseln wie Κάλυμνος (Kalymnos), Σκόπελος (Skopelos) oder Σκύρος (Skyros).

Der Gemüsemarkt von Alanya ist sicher einen Besuch wert. Hier sind die Touristen in der Minderheit und man erhält ein Gefühl für türkisches Leben und Kultur. Natürlich findet man nebenan auch eine Menge Ramsch-Artikel, aber warum sollte es hier anders sein als an allen anderen Orten der Welt, wo man mit Touristen Geld machen kann?

 

Previous Dia 1/37 Next

 

 

Mit einem Klick auf Manavgat, Avsallar und Alanya oder auf das dazugehörige Foto in diesem Blog, gelangt man zu den einzelnen Fotoalben, die weitere Fotos von der türkischen Riviera zeigen.

GPS-Koordinaten des Fotospots Avsallar: 36.623890, 31.76806
GPS-Koordinaten des Fotospots Alanya: 36.542122, 32.000835
GPS-Koordinaten des Fotospots Manavgat (Wasserfall): 36.81333, 31.4544

 

 

Javascript is required to view this map.

 

 

Syndicate content